WordPress absichern

wp-login
(Dies ist ein Wortspiel der englischen Wörter »login« und »clog«, was »verstopfen« heißt)

Seit längerer Zeit habe ich keine Probleme mehr mit Spamregistrierungen. Dies liegt hauptsächlich an einem Plugin, das ich nun für essentiell in jeder WordPress-Installation halte. Ich empfehle es schwerstens, dieses Plugin zu installieren.

Bei dem Plugin handelt es sich um »Rename wp-login.php«. Wie der Name schon sagt, kann man mit diesem Plugin die Login-Seite von WordPress umbenennen. Das hört sich zuerst unpraktisch an, hat aber auf die Benutzung und für den normalen Besucher keine Auswirkung. Wenn man sich auf dieser Seite rechts das Meta-Widget mit dem Registrieren-Link ansieht, erkennt man, dass die URL nicht mehr der WordPress-Standard ist. Da aber jeder normale Besucher diese Links benutzt (einschließlich mir), hat die Umbenennung keine praktische Auswirkung oder Einschränkungen zur Folge.

Die meisten (alle?) Spam-Bots und -Skripte sind scheinbar auf wp-login[.php] hardgecodet, sodass diese von nun an nur einen 404-Fehler zu Gesicht bekommen.

Seit der Installation von Rename wp-login hatte ich keine einzige Spamregistrierung mehr.

Da ich noch ein paar weitere Sicherheitsplugins installiert habe, werde ich diesen Beitrag erweitern, sobald ich Zeit habe.

Windows 10/8 Taskmanager-Einstellungen sichern

win8taskmanger

Seit Windows 8 hat Microsoft den Taskmanager stark überarbeitet. Der neue Taskmanger zeigt wesentlich mehr Informationen an und ist dabei sogar übersichtlicher.

Eine Sache ist jedoch Microsoft mal wieder völlig misslungen: Das Speichern der Einstellungen des Taskmanagers.

Ich muss kurz erläutern, was hier schief geht: Wenn man den Taskmanager startet, liest dieser seine gespeicherten Einstellungen aus der Registry und löscht diese. Ändert man nun etwas an den Einstellungen, werden diese erst beim Beenden des Taskmangers wieder gespeichert (Quelle, auch selbst getestet).

Dieses höchst unlogische Verhalten führt dazu, dass die Einstellungen verloren gehen, wenn der Taskmanger selbst oder Windows abstürzt. So selten Windows heutzutage auch abstürzt, es ist sehr ärgerlich wenn diese Einstellungen verloren gehen, da z.B. ich meinen Taskmanager stark angepasst habe.

Es gibt jedoch eine sehr einfache Lösung, die Taskmanager Einstellungen nach einem Absturz wiederherzustellen: Den entsprechenden Registry-Eintrag mit Regedit sichern und nach einem Absturz wieder eintragen.

Anleitung
  1. Windows-Suche mit Windows-Taste+S öffnen und „regedit“ ohne Anführungszichen eingeben
  2. Regedit starten und UAC-Anfrage bestätigen
  3. Zum Schlüssel HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\TaskManager navigieren
  4. Im Verzeichnisbaum Rechtsklick auf den Eintrag und diesen Exportieren

win8taskmanger_settings_export

Öffnet man den Taskmanager nach einem Absturz, ist dieser wieder auf die Standardeinstellungen zurückgesetzt. In diesem Fall einfach den gesicherten Registry-Eintrag per Doppelklick oder Enter starten und die aufpoppenden Dialoge bestätigen. Die alten Einstellungen sind nun wieder hergestellt.

Update 21.07.2016

Obiges ist auch für Windows 10 gültig.

Windows 8 Wallpaper Qualität verbessern

Comparison of JPEG and PNG

Wenn man in Windows 8.X ein Wallpaper festlegt, wird dieses vom Betriebssystem erst in das JPEG-Format umkodiert. Allerdings geschieht dies mit einer vergleichsweise schlechten Qualität, sodass erfahrene Benutzer jpeg-Artefakte sehen. Wenn man ein gestochen scharfes Wallpaper will, kann dies als extrem störend empfunden werden.

Dies ist ein Problem, dass mich beschäftigt, seit ich in Mitte 2013 auf Windows 8 umgestiegen bin. Das Problem ist im Internet ebenfalls ungefähr seit dem Erscheinen von Windows 8 bekannt (Oktober 2012), ab in etwa diesem Zeitpunkt lassen sich Forenbeiträge dazu finden. Microsoft hat bisher nichts offensichtliches an der Situation verbessert und wird es wohl auch nicht.

Die Lösung

Die folgende Lösung habe ich in diversen Foren und Diskussionsseiten gefunden und kann bestätigen, dass es funktioniert.

Das umkodieren beim festlegen als Wallpaper kann man recht einfach umgehen: Das Bild im PNG-Format abspeichern (z.B. mit Paint, Photoshop, IrfanView oder XnView) und dieses dann als Wallpaper festlegen. Das PNG-Format ist ein verlustfreies Bildkompressionsformat im Gegensatz zu JPEG (allerdings sind die Dateien natürlich größer).

Idealerweise skaliert und schneidet man das Wallpaper vor dem Abspeichern als PNG auf die native Monitorauflösung zu (z.B. 1920×1080), um die Qualität weiter zu optimieren und Eventualitäten auszuschließen.

Warum Windows PNGs nicht umkodiert, ist (mir) nicht bekannt, aber es umgeht das Problem der schlechteren Qualität.

Zusatzinfos

Ich möchte hier noch ein paar Infos für erfahrene Benutzer und Neugierige dazu geben.

Das umkodierte Wallpaper befindet sich (auf Windows 8.X, dies sollte auch für Windows 7 und Vista gelten) im Ordner „c:\Users\<Benutzername>\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Themes\“ und hat den Dateinamen „TranscodedWallpaper“ ohne Dateiendung. Wenn man sich das umgewandelte Wallpaper ansehen will, kann man diese Datei einfach an einen anderen Ort kopieren und die Dateiendung „.jpg“ durch Umbenennen ergänzen.

Ob Windows das festgelegte Wallpaper tatsächlich umgewandelt hat, kann man anhand der Dateigrößen überprüfen. Bei mir ist z.B. eine Original-JPG ca. 1,72MB groß, während das von Windows umgewandelte Wallpaper nur 470kB hat (ca. ein viertel). Eine Original PNG hat bei mir ca. 3,17MB und das von Windows eingesetzte Wallpaper hat 3,29MB, ist also sogar minimal größer.

Eine derartige Umwandlung hat bereits in Windows 7 (und wahrscheinlich auch Vista) stattgefunden, allerdings ist es mir persönlich nie aufgefallen, da dort die Umwandlung noch mit einer deutlich höheren Qualität als in Windows 8 stattgefunden hat (dies habe ich auf Windows 7 PCs überprüft).

Warum hat Microsoft ab Windows 8 die Qualität nun so stark reduziert? Ich habe online keine Erklärung gefunden, aber ich vermute folgendes:
In Windows 8.X kann man sich statt mit einem lokalen Konto mit seinem Microsoft-Konto anmelden (mit diesem meldet man sich übrigens auch bei anderen Microsoft Diensten wie z.B. Xbox-Live, One-Drive [ehemals Sky-Drive], Office und Outlook [Hotmail] an) und dieses synchronisiert die wichtigsten Windows-Einstellungen. Um die Datenmenge beim Synchronisieren möglichst klein zu halten, wird das Wallpaper so stark komprimiert.

Tip – Windows mit zweitem Monitor

Nach all den Jahren kann man eigentlich sagen, dass Windows ein ausgereiftes Betriebssystem ist. Dennoch muss man sich im Alltag oft mit kleinen aber teilweise sehr ärgerlichen Problemen herumärgern (um diese Aussage zu relativieren: Auf anderen Betriebssystemen ist dies genauso).

Ein solches Problem ist das Handling der Desktopsymbole durch Windows, wenn man die Auflösung ändert oder einen zweiten Monitor oder Beamer anschließt.

Die Symbole geraten durcheinander und müssen wieder von Hand sortiert werden, da Windows unfähig ist, die ursprünglichen Positionen wiederherzustellen. Das Problem, dass sich die Symbole bei Änderung der Auflösung verschieben, ist uralt und gab es bereits in Windows 95. Ich habe dieses Problem auch heute noch (ca. 20 Jahre[!] später), mit einem aktuellen Windows 8.1.

Hier mein Tip, um dieses Problem zu umgehen:

Die Desktopsymbole einfach ausblenden, solange man am Einstellen ist. Dies geht mit einem Rechtsklick auf einen leeren Bereich auf dem Desktop (siehe Screenshot).

Wenn der externe Monitor angeschlossen ist, kann man die Symbole wieder einblenden. Entfernt man den Monitor wieder, einfach temporär die Symbole ausblenden.desktopsymbole_ausblenden

 

Filme auf Englisch

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Seit ca. zwei Jahren sehe ich aktuelle Filme nur mehr im englischen Original an. Dies beschränkt sich nicht nur auf Filme, sondern beinhaltet auch Serien, Dokus, Zeichentrick, also alles, was auf der Mattscheibe oder auf einer Leinwand flimmert. Im folgenden möchte ich darauf eingehen, warum ich mich inzwischen fast weigere, derartiges auf Deutsch (oder in einer beliebigen anderen Lokalisation) zu sehen.

Der für mich wichtigste Aspekt ist die Tonspur mit insbesonders der englischen Original-Sprach-Synchronisation.

Hier muss ich kurz zur Erklärung ausschweifen. Was vielen vielleicht nicht bewusst ist, wenn ein Film übersetzt wird, muss die Übersetzung dahingehend angepasst werden, dass die übersetzten Wörter in etwa mit den Mundbewegungen übereinstimmen. Dies funktioniert für Deutsch zugegebenermaßen recht gut (da ich nur Deutsch und Englisch spreche, kann ich kein Urteil für andere Sprachen abliefern), aber wenn man genau darauf achtet, eben nicht zu 100%. Für Zeichentrick funktioniert es besser als für Realfilme oder 3D-Animationsfilme. Im Englischen z.B. sind viele Worte einsilbig und kurz, während im Deutschen die Übersetzung zwei- oder gar dreisilbig ist. Dennoch sind Deutsch und Englisch ähnlich genug, dass man es als Zuschauer akzeptiert. Die menschliche Toleranz bzw. unser Gehirn biegt den Input richtig hin.

Außerdem werden meistens nicht die Soundeffekte der englischen Tonspur übernommen (aus Qualitätsgründen, damit Voiceover und Sound homogen sind), sondern ebenfalls komplett neu aufgenommen. Das Ergebnis ist normalerweise von exzellenter Qalität, sodass es kein Problem ist.

Allerdings, für mich fühlt sich ein englisch sprachiger Film auf Englisch trotzdem um Welten besser an. Da die allermeisten guten Serien und Filme aus den USA stammen, ist alles primär für die englische Sprache konzipiert. Auf Englisch passen die Mundbewegungen zu 100% zum gesprochenen Text und die Tonspur ist original. Wenn ich direkt die englische und deutsche Tonspur vergleiche, finde ich die deutsche Tonspur manchmal schlichtweg komisch. Vielleicht ist es auch ein Plazeboeffekt, der auftritt beim Vergleich von einem Original mit einer guten „Fälschung“ (in diesem Fall ist eine andere Lokalisation ja keine Fälschung im strengen Sinn, deswegen die Gänsefüßchen). Dies sollte jeder für sich entscheiden, ob man es ebenso empfindet wie ich.

Der nächste Punkt sind die übersetzten Titel. Mir war lange Zeit nicht klar, wie weit teilweise die Deutschen Titel von den Englischen Originaltiteln entfernt sind. Die Originaltitel sind manchmal Wortspiele, die nicht Übersetzt werden können oder nur sehr schlecht.

Als Beispiele kann ich hier z.B. „Star Wars“ – „Krieg der Sterne“ (kurze Anekdote: in den frühen „Drei Fragezeichen“-Kassetten haben Justus, Bob und Peter in einer Folge von „Krieg der Sterne“ gesprochen, zu diesem Zeitpunkt war „Star Wars“ auch hierzulande nur mehr als „Star Wars“ bekannt, ich habe bis ins Jugendalter gebraucht, bis ich verstanden habe, welcher Film gemeint war), „Die Hard“ – „Stirb Langsam“, „Tangled“ – „Rapunzel – Neu verföhnt“ („tangled“ heißt wortwörtlich „verwickelt“, was meiner Meinung nach ein gutes Wortspiel ist und im Kotext des Films Sinn macht) oder der neueste Disney Film „Frozen“ – „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren„.

Die englischen Originaltitel dieser Filme sind kurz und eingängig, die deutschen Übersetzungen empfinde ich als ungeschickt. Die Übersetzter wollten wohl bei den Disney Filmen mit den zusätzlichen Untertitlen die moderne und freche Natur der Filme unterstreichen, aber da diese Filme nur lose auf den Märchen basieren, hätte man meiner Meinung nach im Deutschen ruhig ebenfalls den Märchentitel unter den Tisch fallen lassen und eine bessere Übersetzung finden können.

Selbiges gilt für die Titel von Serien-Episoden, aber hier ist es nicht so schlimm.

Zum Glück werden bereits seit längerer Zeit die englischen Originaltitel oft übernommen (evtl. mit einem deutschen Untertitel), was für weniger Verwirrung sorgt.

Wenn ich nun jemanden neugierig gemacht habe, kann man es ja mal beim nächsten Filmeabend ausprobieren, den Film oder die Serie auf Englisch zu sehen. Jede DVD und BluRay bietet zur Deutschen sprache auf jeden Fall das Englische Original an. Wenn man nicht ganz selbstbewusst mit den eigenen Englischkenntnissen ist, kann man ja den Englischen oder Deutschen Untertitel dazu einschalten.

Abgesehen von DVDs und BluRays, wo kann man Serien oder Filme in Deutschland auf Englisch sehen? Je nachdem, was man sehen will (und in welcher Qualität), kann es hierzulande schwierig werden. Das Internet ist der Freund in diesem Fall. Soweit ich es gesehen habe, bieten z.B. hiesige Streamingservices eher selten zusätzlich die Englischfassung an, also lohnen diese nicht wirklich. Für Serien kann vielleicht Youtube oder MyVideo helfen, die Suchmaschine der Wahl kann man immer befragen und für richtige Serienjunkies kann sich evtl. ein VPN und der US-Streamingservice Netflix lohnen. Auch andere Wege sind möglich.

[Update 2014/04/19] Netflix startet möglicherweise offiziell diesen Herbst in Deutschland, somit fällt der Bedarf eines VPN weg. Chip.de

[Update 2014/04/26] Der amerikanische Video-Streaming-Dienst Hulu sperrt nun scheinbar alle Benutzer von gängigen VPN-Anbietern. D.h. es werden nun zahlende aber ausländische Kunden gesperrt. Es wird offensichtlich immer schwieriger, frühzeitig und auf legalem Weg an derartige Inhalte zu kommen, wenn zahlende Kundschaft nicht erünscht ist. Standard.at

Ich werde weiterhin alles auf englisch ansehen, soweit es möglich ist. Ich genieße die englischen Originale. Die englischen Stimmen sind gegenüber den deutschen oft ein wenig gewöhnungsbedürftig aber besser, dies gilt für Filme aber noch mehr für Serien. Vielleicht konnte ich den ein oder anderen neugierig machen, mal über den deutschprachigen Tellerrand hinauszusehen. Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ein abschließender Tip für alle South Park Fans: Auf Southpark.de kann man die Folgen auch auf englisch ansehen, dies kann man auf der rechten Seite (dem Mund) umstellen.

[Update 2016/05/15] Sehr verspätetes Update: Netflix gibt es seit Ende 2014 nun auch offiziell in Deutschland. Leider lässt die in Deutschland verfügbare Bibliothek zu wünschen übrig (aufgrund der Rechte/Lizenzen). Wer nachsehen will, welche Serien und Filme in Deutschland verfügbar sind, dem kann ich https://flixsearch.io/ empfehlen.

Android Phone Name Generator

Seit Android auf dem Markt ist, haben ein paar Hersteller teilweise sehr … außergewöhnliche Namen an Ihre Telefone vergeben. Aktuelle Beispiele sind hier z.B. das „Samsung Galaxy S4 Active“ oder das „LG Optimus G Pro„.

Für alle, die es noch nicht kennen, es gibt eine Seite, die diese Namensgebung auf die Spitze treibt und zufällig die Namenskomponenten der unterschiedlichen Hersteller zusammenwürfelt. Diese Seite gibt es schon längere Zeit, also nicht wundern, wenn Namen von älteren Android-Modellen auftauchen.

Bei mir wurden Schönheiten wie „Sony Ericsson Wildfire Vibrant Plus Prime“ oder „Motorola Evo Incredible 4G+ Z“ generiert.

http://androidphonenamegenerator.com/

phonename

Adblocker – Werbeblocker

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Ein aktuelles und umstrittenes Thema ist das Blockieren von Werbung durch den Nutzer oder Besucher einer Webseite. Diverse deutsche Mediengrößen (Artikel dazu auf Heise, Golem) wollen den Programmierer der Adblocking-Software „Adblock Plus“ verklagen, da der Blocker sogenannte „Acceptable Ads“, also akzetierbare, nicht aufdringliche Werbung gegen Bezahlung durchlässt. Dies soll angeblich Wettbewerbsverzerrung verursachen.

Geht man an das Thema Adblocking heran, ist es nicht ganz einfach, wenn man es von mehreren Seiten betrachtet.

Zum einen sind da die Webseitenbetreiber, die auf Werbeeinnahmen angewiesen sind, um Inhalte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Entgegen verbreiteter Meinung werden diese Webseitenbetreiber meist nach Views („Ansichten“) bezahlt und nicht per „Klick“ auf eine Anzeige. Somit entsteht ein direkter Schaden für die Betreiber duch das bloße Blocken von Werbung durch den Besucher.

Des Weiteren sind da die Werbetreibenden, die Produkte bewerben oder einfach an Bekanntheit gewinnen wollen. Diese möchten ein so großes Publikum wie möglich erreichen, daher sind Werbeblocker schon allein deswegen ein Dorn im Auge.

Als dritte Partei sind da die Nutzer und Besucher von Webseiten, die mit Werbung konfrontiert werden. Wenn man sich ein wenig mit Computern auskennt, weiß man dass es mehrere Gründe gibt, warum man einen Adblocker einsetzt (oder einsetzen sollte). Zum einen ist da die Privatsphäre: Wenn ich einen Adblocker einsetze, landet der möglicherweise auf Webseiten mit Werbeanzeigen eingebettete Tracking-Code gar nicht erst auf dem PC. Als zweiter Grund: Die Webseiten laden schneller, da die Werbung gar nicht erst geladen werden muss.

Und als letzten und allerwichtigsten Grund, warum man als User einen Adblocker einsetzt, man ist NERVIGE Werbung los und kann ungestört auf Webseiten lesen. Wenn ich einmal Adblock ausschalte, bin ich jedesmal überrascht, wie viel Werbung noch mit Adobe Flash betrieben wird (Ich habe Flash auf „Click to play“ im Browser gestellt), die zusätzlich zu Animation möglicherweise auch Ton beinhaltet (der standardmäßig NICHT stumm gestellt ist).

List man auf Heise und Golem die Kommentare durch, kommt man auf diesen eigentlichen Hauptgrund, warum die meisten, die einen Adblocker verwenden, eben diesen verwenden:

Die meiste Werbung ist aufdringlich und nervig und stört beim Besuch von Webseiten.

Dies ist auch der Grund, warum ich vor Jahren angefangen habe, Werbung zu blockieren. Seitens von Webseitenbetreibern gibt es den Vorwurf, dass Nutzer einfach alles kostenlos haben wollen und so mit adblocking schmarotzern. Dieser Vorwurf ist nur sehr begrenzt gültig, da dies für die meisten nicht der Grund für das blockieren ist.

Damit sind wir wieder am Anfang des Artikels: Adblock Plus lässt Werbung von Anbietern gegen Bezahlung durch (auch sie müssen sich irgendwie finanzieren), wenn diese gewissen Regeln entspricht und nicht aufdringlich ist. Viele Nutzer schreiben, dass diese Werbung ok ist und nicht stört. Nachtrag: Wen sogar diese Werbung stört, in Adblock Plus kann man diese „Acceptable Ads“ abschalten und ebenfalls blockieren.

Durch das „Acceptable Ads“-Modell von Adblock Plus haben alle Seiten einen Gewinn: Adblock Plus kann sich finanzieren, der Benutzer wird nicht mit übermäßiger Werbung belästigt und die Webseitenbertreiber haben Werbeeinnahmen.

Meiner Meinung nach ist der Bösewicht in diesem Szenario die Werbeindustrie. Es will nicht in die Köpfe der Werbemacher, dass Werbung ok ist und von Nutzern toleriert wird, sofern sie nicht zu aufdringlich ist. Viele Nutzer wissen, dass durch das Blockieren von Werbung der besuchten Seite möglicherweise ein Schaden entsteht und aus diesem Grund Werbung toleriert wird. Leider ist es in der Werbeindutrie tief verankert, dass alles schrill und laut und bunt sein muss, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Vielleicht kann man es hier in Deutschland gesetzlich regeln, wie Onlinewerbung auszusehen hat: Statische Banner, keine Animation, kein Ton (oder ähnliche Regeln). Dann bin ich gerne bereit, meinen Adblocker zumindest auf deutschen Seiten gänzlich zu deaktivieren. Vielleicht klicke ich sogar mal auf eine Anzeige, die sich gerne in einem Artikel eingebettet befinden kann, wenn das beworbene Produkt – und nicht die nervige Anzeige – meine Aufmerksamkeit gewonnen hat.

Solange die Werbetreibenden hier nicht nicht umdenken und Ihre Anzeigen weniger aufdringlich gestalten, wird weiterhin geblockt, von mir und von anderen, leider zum Leidwesen der Webseitenbetreiber und Inhaltslieferanten.

Clean Links – Saubere Links

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Als moderner Mensch, der viel Online ist, schickt man auf täglicher Basis Links an andere. Auf sozialen Plattformen, im Instant-Chat und per Email.

Manchmal sind diese Links kurz und klar und manchmal sehr lang und unhandlich. Wie kommt das?

Viele Seiten hängen an die eigentlichen Adressen Tracking-Informationen an. Das muss grundsätzlich nicht schlecht sein, um die Services zu verbessern kann es durchaus sinnvoll sein, zu verfolgen, wie die Benutzer auf eine bestimmte Produktseite gelangt sind. Als prominentes Beispiel kann man hier den Online-Händler Amazon nennen.

Clean Links sind „saubere“ Links, aus denen jegliche unnötige Parameter und Tracking-Informationen entfernt worden sind. Dies hat mehrere Vorteile, die Links sind kürzer und besser lesbar sind und vor allem die Privatspäre ist besser geschützt.

Um genau zu verstehen, wie Links funktionieren, müsste man tiefer in die Thematik einsteigen, ich möchte nur das erläutern, was nötig ist, um Clean Links zu herzustellen.

Sehen wir uns einen Link von Amazon an:

http://www.amazon.de/HTC-Smartphone-Touchscreen-Ultrapixel-NFC-f%C3%A4hig/dp/B00BFUSB28/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1388766862&sr=8-1&keywords=htc+one

Der Link beginnt mit der Adresse von Amazon (www.amazon.de), geht mit dem Produkt weiter (HTC-Smartphone-…)und hört mit ein paar Parametern auf (ref=sr_1…).

Genau hier setzten clean Links an. Die meisten (oft alle) dieser Parameter sind nämlich nicht nötig, möchtete man das Produkt jemand anderem zeigen.

Parameter erkennt man recht einfach in einer Webadresse:

http://webadresse.com/index.php?PARAMETER&PARAMETER2&PARAMETER3

Parameter werden mit „?“ an eine Webadresse angehängt, weitere mit „&“.

Im Falle von Amazon kann man alles ab dem Fragezeichen weglassen, da hier nur Trackinginformationen übergeben werden (Achtung, es wird sehr technisch: UTF-8 Encoding, quid [=Query-ID?], keywords[=Schlüsselworte] werden alle nicht für einen funktionierenden Link benötigt), aber in diesem Fall kann man sogar noch mehr weglassen.

Testen offenbart, der gesäuberte Link sieht nun so aus:

http://www.amazon.de/HTC-Smartphone-Touchscreen-Ultrapixel-NFC-f%C3%A4hig/dp/B00BFUSB28

Wenn man sich nicht sicher ist, was man weglassen kann, einfach ausprobieren, bis man einen funktionierenden Link hat.

ABER:

Parameter sind nicht immer Trackinginformationen und werden oft sogar benötigt. Es gehört ein wenig Erfahrung (und technisches Gefühl) dazu, um zu erkennen, wann dies der Fall ist.

Sogenannte Seitenanker (Links innerhalb einer Webseite) sollten nicht weggelassen werden. Wikipedia macht hier starken Gebrauch davon. Man erkennt Seitenanker an dem „#“ (Doppelkreuz oder Nummernzeichen) in der Webadresse. Hier ein Beispiel:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperlink#World_Wide_Web

Wenn jemand diesen Link besucht, springt der Webbrowser direkt zum Abschnitt „World Wide Web“.

Auf vielen Seiten werden Parameter auch für Funktionen wie Suche oder Sortierung verwendet. Ohne diese Parameter funktioniert die angeforderte Seite entweder gar nicht, Links wären also nicht funktionsfähig, oder die Person, an die der gekürzte Link geschickt wurde, bekommt nicht das exakt gleiche zu sehen. Ein solcher Link sieht z.B. so aus:

http://alternativeto.net/software/firefox/?platform=linux&license=free

Die Parameter hier sind nur die zusätzlichen Sucheinschränkungen Plattform=Linux und nur kostenlose Programme.

Der folgende Link würde ohne Parameter gar nicht funktionieren, da er die eigentliche Suchanfrage (und Sortierung) enthält:

http://www.nyaa.se/?page=search&cats=1_37&term=To+Love-Ru%3A+Trouble&sort=6

Mit ein wenig Erfahrung und technischem Gefühl kann man viele Links, die man mit jemandem teilen will, säubern und kürzen. Die Webadresse wird übersichtlicher und man erschwert es, im Web verfolgt zu werden. Die paar Sekunden die es mich kostet einen Link zu säubern, bevor ich ihn versende, sind es mir wert und ich werde mit einer besseren Privatspäre belohnt.

Ein letzter Tip: Man sieht auch oft Links von sogenannten URL-Shortenern, die Links kürzen. Bekannt ist hier z.B. bitly. Man sollte derartige Links vermeiden, wenn es geht.

Diese URL-Shortnener machen nämlich etwas ganz anderes als Links zu säubern: Jedem geküztem Link wird ein alphanumerischer Code zugewiesen, klickt man auf eine derartige Adresse von bitly oder anderen Shortenern, wird man auf den ursprünglichen Link weitergeleitet. Ein solcher Link sieht so aus:

http://v.gd/2D9ZI6 (dieser Link zeigt auf ouwsome.eu)

Diese Links haben einen riesigen Nachteil: Man sieht nicht, wohin man tatsächlich weitergeleitet wird, wenn man mit der Maus auf einen derartigen Link zeigt (in der Statuszeile des Browsers wird nur die Linkdresse des Shorteners angezeigt). Man kann also auch auf potentiell gefährliche Seiten weitergeleitet werden. Klick man den Link, kann es schon zu spät sein.

Ich vermeide es, Links von URL-Shortenern zu klicken, im Zeifelsfall klicke den gekürzten Link einfach nicht.

Tastenkombinationen

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Tastenkombinationen oder Tastaturkürzel werden meiner Meinung nach viel zu wenig verwendet, ich empfehle jedem, sich zumindest ein paar grundlegende anzugewöhnen.

Früher habe ich auch keine Tastenkürzel verwendet, aber das ist schon sehr lange her. Irgendwann habe ich festgestellt, dass man damit schneller und produktiver unterwegs ist und ich habe mich bemüht, mir so viele wie möglich anzueignen. Man ist einfach schneller, wenn man beim Arbeiten nicht andauernd eine Hand von der Tastatur zur Maus und wieder zurück bewegen muss (und es ist bequemer).

Ich kann aus eigener Erfahrung versichern, dass viele grundlegende Tastenkürzel auf jedem Betriebssystem und in vielen unterschiedlichen Programmen funktioneren, man muss also nicht ständig neu lernen, wenn man sich einen Grundstock angeeignet hat. Im folgenden habe eine Liste („Cheatsheet“) der gängigsten und universellen Tastenkürzel zusammengestellt.

Allgemein

  • Strg+C – Kopieren (Diese Kürzel funktionieren z.B. mit Text, Bildern und Dateien)
  • Strg+V – Einfügen
  • Strg+X – Ausschneiden (Kopieren + Löschen gleichzeitig)
  • Strg+A – Alles Markieren (Geht z.B. mit Text, Dateien und bei Bildbearbeitung)
  • Strg+Z – Rückgängig
  • Strg+Y – Wiederherstellen
  • Alt+F4 – Programm beenden (ein Relikt aus DOS-Tagen, funktioniert aber noch)
  • Scrollen mit Pfeiltasten, Bild-Auf/Bild-Ab, Pos1 und Ende
  • F1 – Hilfe öffnen
  • Menütaste – Kontextmenü öffnen (als Alternative zu Rechtsklick)
  • Esc – Menü schließen, Verlassen

Betriebssystem

  • Alt+Tab – Zwischen offnenen Programmen hin- und herwechseln (Alt+Shift+Tab für rückwärts)
  • Alt+Enter – Vollbild aktivieren (Hauptsächlich bei Spielen)

Dateimanager

  • Shift+Pfeil-Auf/Pfeil-Ab/Bild-Auf/Bild-Ab – Dateien Markieren
  • Strg+ Pfeil-Auf/Pfeil-Ab/Bild-Auf/Bild-Ab – Cursor bewegen
  • Leertaste – Einzelne Dateien Markieren
  • Enter – Datei öffnen/starten oder Ordner betreten
  • Rücktaste – Ordnerhistorie zurück

Webrowser

  • Strg+T – Neuer Tab (Geht oft auch in Programmen, die in irgendeiner Form Tabs bieten)
  • Strg+W – Aktuellen Tab schließen
  • Strg+Shift+T – Letzten geschlossenen Tab wiederherstellen (abhängig vom Browser geht auch Strg+Z)
  • Strg+Tab – Offene Tabs durchwechseln (Strg+Shift+Tab rückwärts)
  • Alt+Pfeil Links – Zurück
  • Alt+Pfeil Rechts – Vorwärts
  • Alt+Pos1 – Startseite
  • F5 – Seite neu laden (Alternativ geht Strg+R), Strg+F5 neu laden ohne Cache
  • F11 – Vollbild (nochmal um Vollbild zu verlassen)
  • Strg+Shift+B – Lesezeichenlist öffnen (bei Chrome Strg+Shift+O)
  • Strg+Shift+Entf – Browser History Löschen (öffnet Dialog)
  • Mittlere Maustaste – Link in neuem Hintergrundtab öffnen (ist kein Tastaturkürzel, passt aber in den Kontext, geht in jedem Browser)

Texteditor/IDE/Textbearbeitung

  • Strg+S – Speichern (Eines wichtisten Tastaturküzel überhaupt)
  • Strg+O – Datei öffnen (Dieses Küzel geht in sehr vielen weiteren Programmen, z.B. Browser, Bildbetrachter, PDF-Reader, Mediaplayer)
  • Strg+N – Neue Datei erstellen
  • Ende – Zum Zeilenende sprigen
  • Pos1 – Zum Zeilenanfang springen
  • Strg+Ende – Zum Datei-/Textende springen
  • Strg+Pos1 – Zum Datei-/Textanfang springen
  • Shift+Pfeil Links/Pfeil Rechts – Markieren
  • Strg+Shift+Pfeil Links/Pfeil Rechts – Wort markieren
  • Shift+Ende – Bis zum Zeilenende markieren
  • Shift+Pos1 – Bis zum Zeilenanfang markieren
  • Shift+Bild-Auf/Bild-Ab – Zeilenmenge entsprechend Bildschirmhöhe markieren
  • Strg+Shift+Ende – Bis zum Dateiende markieren
  • Strg+Shift+Pos1 – Bis zum Dateianfang markieren
  • Strg+Shift+Pfeil-Auf/Pfeil-Ab – Markiertes um Zeile verschieben (geht auch mit ganzen markierten Textblöcken, leider ist dieses Kürzel in vielen Editoren unterschiedlich)
  • Strg+D – Zeile oder Markierten Text duplizieren (ist auch bei unterschiedlichen IDEs und Texteditoren unterschiedlich)

Windows spezifisch

  • Windows-Taste – Starmenü öffnen (um direkt suchen zu können, ab Vista)
  • Windows-Taste+S – Suchen (Windows 8.X, um nicht ins Kachelmenü zu kommen)
  • Windows-Taste+R – Ausführen Dialog
  • Windows-Taste+P – Projektor Dialog
  • Windows-Taste+X – Mobilcenter (Nützliche Schnelleinstellungen, ab Windows 8.X Quicklink-Menü)
  • Windows-Taste+I – Einstellungscharm (Windows 8.X)
  • Windows-Taste+D – Desktop anzeigen

Diese Liste ist natürlich nicht annähernd komplett, aber mit diesen Tastenkombinationen kommt man sehr sehr weit. Sollte ich ein wichtiges Tastaturküzel vergessen haben, bitte in den Kommentaren erwähnen.

Ergänzungen: Die Windows-Taste verhält sich auf Linux komplett anders und hat dort keine einheitliche Bezeichnung (oft Meta-Taste). Auf Macs ist das Äquivalent die Apfel-Taste. Leider verhalten sich Tastenkombinationen auf Macs anders, meist wird an Stelle der Strg-Taste die Apfel-Taste verwendet.

Ein letzter Tip: Wenn man viel mit einem bestimmten Programm arbeitet, kann man einmal die Menüs durchsehen und sich die Tastenkombinationen für oft verwendete Funktionen heraussuchen.

Warum aktuelle Software

update

Viele Leute kümmern sich nicht um die Versionen der Software und Tools die sie verwenden. Die Gründe hierfür können vielfaltig sein, allem voran Bequemlichkeit („Es funktioniert und tut was ich will, warum sollte ich updaten?“) und weil man vielleicht nicht weiß wie es geht.

Ich möchte im folgenden meinen Standpunkt erläutern, warum es wichtig ist, seine Software auf dem aktuellsten Stand zu halten.

Aktuelle Software fängt beim Betriebssystem an, sei es nun Windows, Linux oder MacOS X, geht über den Browser, Texteditor, Bildbearbeitung und Medienplayer und hört bei den Treibern auf. Also alles, was auf einem Computer oder Computerähnlichem Gerät läuft.

Ein aktuelles Beispiel für veraltete Betriebssysteme ist Windows XP, dessen verlängerter Support nächstes Jahr im April ausläuft. Jeder der noch Windows XP einsetzt, sollte sich ernsthaft überlegen, etwas anderes einzusetzen, weil es ist die unsicherste noch verbreitete Windows Version. Windows ist seit XP mit jeder neuen Version sicherer geworden, Microsoft hat einiges getan, um wenigstens grundlegenden Schutz vor Bedrohungen bereitzustellen. Dazu gehören z.B. die Windows-Firewall, Windows-Defender (=Antivirus) und die Benutzerkontenkontrolle UAC (nicht jedes Programm darf alles machen, z.B. Systemdateien ändern). Windows XP hat von diesen dreien nur die Firewall, die auch erst mit Service Pack 2 integriert wurde (das letzte Service Pack ist SP3). Windows Versionen ab Vista bieten alle drei Features und aktuelle Windows Versionen (7 + 8) gehören übrigens zu den sichersten Betriebssystemen überhaupt.

Diese drei Features bieten zwar, wie bereits erwähnt, grundlegenden Schutz, jedoch jede Internet Security eines Drittanbiertes bietet deutlich besseren Schutz. Deswegen empfehle ich jedem auch eine solche einzusetzen. Dies muss keine keine kostenpflichtige Version sein, die jedes Jahr ca. 30 EUR kostet, es gibt auch genügend empfehlenswerte kostenlose Produkte. Die Suchmaschine der Wahl kann hier weiterhelfen, ich kann für den Vergleich von Internet Securities AV-TEST empfehlen. Als kostenlose Security Suites kann ich persönlich Comodo und ZoneAlarm empfehlen, ich hatte beide Produkte im Einsatz.

Auf Linux ist der Sachverhalt aktueller Software anders, in der Regel ist es wesentlich einfacher, das Betriebssystem und die Software auf dem aktuellen Stand zu halten. Die meisten Distributionen bieten einen grafischen Paketmanager an, der darauf aufmerksam macht, solbald es Updates gibt und die der Benutzer dann installieren kann.

Für MacOS kann ich leider nicht sprechen, ich habe nie einen Mac besessen. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass es vor einer Weile in diesem Betriebssystem eine große Java-Sicherheitslücke gab, die durch die Fachpresse ging. Die von Apple eingesetzte Java-Version war stark veraltet und somit unsicher. Apple hat jedoch schnell reagiert und nachgebessert und setzt seitem eine andere und aktuellere Java-Runtime ein (leider hab ich hierzu keine spezifischen Belegsquellen gefunden).

Man sieht, auch Unix-artige Betriebssysteme sind von Sicherheitslücken betroffen. Damit sind wir nun beim ersten Grund, aktuelle Software einzusetzen:

1. Mehr Sicherheit

Neue Software ist grundsätzlich sicherer, auch wenn es oft in den Changelogs (=was ist neu in dieser Version) nicht erwähnt wird, man kann davon ausgehen, das mit jedem Update Sicherheitslücken geschlossen werden. Mozillas Browser Firefox erhält z.B. außerplanmäßige Updates, wenn größere Sicherheitslücken bekannt werden. Der Browser ist heutzutage eine der am meisten eingesetzte Software und bietet eine dementsprechend große Angriffsfläche. Sicherheitsupdates sind hier sehr wichtig. Gerade auch im Hinblick auf die aktuelle NSA-Affähre mit der USA sind Sicherheitsupdates wichtiger denn je.

2. Neue Features

Teilweise bieten neue Versionen neue Features an, Firmen und Opensource-Projekte hören oft auf Ihre Kunden und Benutzer und bessern nach. Meist sind es nur kleine Detailnachbesserungen die bestimmte Worksflows betreffen, aber für die Betroffenen kann es eine große Verbesserung darstellen. Auch kompett neu eingeführte Features sind nicht selten. Webbrowser sind auch hier ein gutes Bespiel, Google Chrome erhält regelmäßig neue Features zur Integration der Google-Services. Ein persönliches Beispiel ist der von mir eingesetzte Bildbetrachter XnView,  bei dem man seit dem letzten Update endlich Auswahlrahmen an jeder Stelle der Rahmens vergößern kann, nicht nur an den Ankern.

3. Bessere Performance

Gerade bei jungen Projekten und neuer Software sind derartige Verbesserungen nicht unüblich. So kann es z.B. sein, das die geliebte Bildbearbeitungssoftware nach einem Update deutlich schneller startet oder Rendervorgänge schneller sind. Für Gamer haben in Bezug auf Performance Treiberupdates eine besondere Rolle. Am wichtigsten sind Updates des Grafiktreibers, die immer für aktuelle Spiele optimiert werden.

Dies sind meiner Meinung nach die wichtigsten Gründe, neue und aktuelle Software einzusetzen. Selbst wenn es manchmal etwas unbequem ist und man Zeit investieren muss, um auf die neuste Version umzustellen, profitiert man davon. Viele Softwaretools und haben heutzutage eigene Updatemechanismen integriert, sodass man nicht mehr selbst die Homepage besuchen und die neue Version manuell herunterladen muss. Die Browser Firefox und Chrome haben sogar Hintergrunddienste, die die Browser im Hintergrund und ohne dass der Benutzer etwas unternehmen muss, auf dem neusten Stand halten. Windowsupdates laufen ebenfalls komplett unbemerkt, wenn man sie so konfiguriert, man sollte den Rechner nur regelmäßig neu starten. Wenn man sich selbst nicht traut, den PC zu aktualisieren, so kann man sicher jemanden aus der Familie oder dem Bekanntenkreis bitten zu helfen.

Auch wenn jemanden die genannten Punkte 2 und 3 nicht interessieren, so möchte man als Benutzer wenigstens seinen PC so sicher wie möglich haben und sollte ihn aktuell halten. So kann man sich ohne Sorgen im Internet bewegen, einkaufen und spielen.